Pathogen

Die Arbeit mit pathogenen Erregern erfolgt in der entsprechenden biologischen Schutzstufe, wobei BSL-4 für die hochpathogenen Erreger vorgesehen ist. Dies schützt den Menschen optimal vor Gefahren. Ein sogenanntes Pathogen ist ein Organismus der in der Regel schädlich für den Körper des Menschen ist. Dabei kann dieser schon durch die bloße Anwesenheit von dem schädlichen Element Schaden nehmen. In vielen Fällen ist es jedoch so, dass sich die Pathogenität, also die Fähigkeit eines solchen Elements zu schaden, erst im Kontakt mit dem menschlichen Körper entwickelt. Dies ist beispielsweise bei Viren der Fall. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, bei denen die bloße Anwesenheit von Bakterien oder Pilzen bereits gefährlich werden kann. Es gibt einige weitere, gelegentlich auftretende Eigenschaften von Mikroorganismen, die für Infektionen relevant sind. Dazu gehören Transmission (allerdings nicht bei Cryptococcus neoformans oder einigen Zoonosen), Adhäsion, Immunreaktionen des wirtseigenen Immunsystems, immunologische Fluchtmutanten, Mechanismen zur Immunevasion und Pathogenität durch die Immunreaktion (Immunpathogenese). Bei letzterer kann es zum Beispiel zur Zerstörung der Lymphknoten bei HIV-Infektionen, Arthus-Reaktion bei Streptokokkeninfektion oder Tyrosis bei Tuberkulose kommen.